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Wann hast du aufgehört, neugierig zu sein?

Meine Neugier war rund zehn Jahre betäubt.

Meine Neugier? Kam zurück. Über einen weissen Tesla Roadster, eine Firma, die um die Ohren flog, und die Erkenntnis, dass niemand etwas kauft, nur weil es vernünftig ist.

Wer es kurz mag: Ich baue heute Solar Ports und helfe Unternehmen, ihre Lösungen zu den Menschen zu bringen, die sie brauchen.

Träume der Kindheit

Kinderzimmer voll mit Modellautos, Technik und Ferrari-Postern. Dabei ging es nie ums Auto.

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Ein Ferrari ist für ein Kind kein Fahrzeug.

Der Beweis, dass jemand eine Maschine gebaut hat, die man haben will und die uns inspiriert. Technik mit Seele. Die Frage, die mich bis heute bewegt: Warum will man das eine unbedingt und das andere nicht, obwohl beides fährt?

Wegen dem Datenblatt? Kaum. Ich war bei der Verbindung zwischen Maschine und Mensch. Dass ich zwanzig Jahre später beruflich daran arbeite, war kein Plan. Es war der einzige rote Faden, der nie gerissen ist.

Vom Ferrari zum Porsche.
Der Weg zur Betäubung.

Ab der sechsten Klasse wurde der Traum präziser. Und damit planbar. Das war das Problem.

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Der Ferrari war unerreichbar, der Porsche nicht.

Weniger Theater, mehr Präzision, alltagstauglich. In den Herbstferien der siebten Klasse wusch ich zwei Wochen lang Autos bei der AMAG in Biel. Zum anschliessenden Geburtstag ermöglichte mir mein Vater, in einem 996 Targa mitzufahren. Meine erste Porsche-Fahrt. Solche Autos gab es in meiner Gegend nicht oft.

Danach ein klarer Weg zum Porsche: Gymnasium, Betriebswirtschaft, Manager werden, irgendwann der eigene 911. Im Rückspiegel war genau diese Erreichbarkeit das Verhängnis. Die Maranello-Neugier wich der schwäbischen Planung. Am Herzen und Unerreichbaren vorbei.

Es folgten Jahre, in denen ich funktionierte. Fremd im ideologiegeladenen Gymnasium, ein Militärdienst und die Ausbildung von Menschen, die nicht in die Nähe von solchen Werkzeugen gehören. Dann der Bachelor als kalkuliertes Pflichtprogramm, daneben Praktika in Treasury und Finance. Nur im Wahlfach Physik war ich richtig gut. Das hätte mir zu denken geben sollen.

Weisser Roadster
als Weckruf.

Erste und einzige Bewerbung: Porsche Schweiz. Traf. Und dann kam etwas dazwischen, das ich nicht geplant hatte.

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Praktikum bei Porsche Schweiz, danach Teilzeit im Showroom.

Als Car Explainer am Autosalon Genf hatte ich mehr Begeisterung als im gesamten Studium zusammen. Danach parallel Master in St. Gallen und 80% Teilzeit in die Industrie, ins Controlling. Alles nach Plan.

Mit dem unterschriebenen Controller-Vertrag kaufte ich direkt einen weissen Tesla Roadster. Der elektrische Urknall auf Kredit. Meine Zeitmaschine. Jede Fahrt, jedes Prototypen-Problemchen, jeder Ladevorgang hat die Betäubung ein Stück weit aufgelöst.

Nicht weil er nachhaltig war. Weil ich ihn wollte.
Und weil Elon Musk aus Clean Tech ein Bild einer inspirierenden Zukunft malte.


Aus Holz.

Erneuerbare Energie, gebaut auf erneuerbare Materialien.
Wir bauen aus Holz. Die Holzkonstruktion steht auf Schraubfundamenten, ohne aufwändigen Betonbau. Das PV-Modul ist das Dach, die Zwischenschicht entfällt, die Anlage wird von unten sichtbar zum Statement.

Sieht besser aus, ist konsequent und rechnet sich.
Ein No-Brainer, wenn man ihn einmal gesehen hat.

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Sie kam zurück. Über einen weissen Tesla Roadster, eine Firma, die um die Ohren flog, und die Erkenntnis, dass niemand etwas kauft, nur weil es vernünftig ist.

Das ist die Geschichte dahinter. Wer es kurz mag: Ich baue heute Solar Ports und helfe Unternehmen, ihre Lösungen zu den Menschen zu bringen, die sie brauchen.

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