
Du hast eine Solaranlage, die Anlage läuft aber die Rechnung geht nicht mehr auf.
Mittagssonne, die Sonne knallt und mehr als die Hälfte des produzierten Stroms geht ins Netz. Heute zum tiefen Einspeisepreis, morgen zum Negativpreis. Abends, wenn die Maschinen laufen, die Autos laden und der Kochherd läuft, kaufst du den Strom teuer vom Netz zurück.
Du hast zwar eine Solaranlage, aber du verschenkst mit jeder Wattstunde Geld.
Das ungute Gefühl kennen viele. Sie haben investiert, etwas Gutes getan und dennoch fühlt sich etwas nicht ganz richtig an. Du bist nicht dort, wo du sein könntest, weil du nicht wusstest, was möglich ist. Das Geld wurde investiert und die Abhängigkeit ist geblieben, weil du eine Anlage und keine Lösung gekauft hast.
Das ist das teuerste Missverständnis der Energiewende. Die gute Nachricht: Die Lösung steckt zwar hinter einer Komplexität, doch du musst dich damit nicht mal auseinandersetzen.

Solar produziert dann, wenn die Sonne scheint. Nicht unbedingt dann, wenn Verbrauch oder Preise am höchsten sind. Und schon gar nicht dann, wenn die Sonne nicht scheint.
Wer nur Solar baut, kauft tagsüber bei Sonnenschein weniger Strom, aber sonst genauso viel wie vorher. Die Anlage reduziert vielleicht nicht einmal mehr die Rechnung und die Abhängigkeit löst sie gar nicht.
Wer zu viel produziert verschenkt den Strom ans Netz, respektive bekommt einen homöopathischen Bruchteil dessen vergütet, was er für den Bezug zahlt.
Solar allein bringt dir also heute kaum mehr etwas. Die Einspeisevergütung ist nahe null. Kein grösseres Projekt wird mehr ohne Speicher gebaut. Und der Eigenverbrauch ist der grosse Hebel zur Wirtschaftlichkeit.
Wenig Industrie, viele kleine Verbraucher. Dafür ein Seeufer mit Parkplätzen und Besuchern, die bei schönem Wetter in grosser Zahl für mehrere Stunden kommen. Die Solar-Überdachung des grossen Parkplatzes produziert, aber wer verbraucht den Strom?
Die Antwort liegt auf dem Parkplatz. Ladeinfrastruktur für Besucher, die ihr E-Auto laden, während sie den Strand geniessen. Batteriespeicher, die den Mittagsstrom für die späteren Stunden halten. Und zusammengeschlossene Verbraucher, zuerst in unmittelbarer Nähe, dann in der Elektrizitätsgemeinschaft der ganzen Gemeinde.
Das Ergebnis: Ein Standort, der attraktiver wird. Überdachte Parkplätze, günstige Lademöglichkeiten, tiefere Energiekosten für Gewerbe und Bürger.
Ohne die integrierte Lösung wäre dieser Standortvorteil wirtschaftlich nicht möglich.

Hoher Stromverbrauch, gross dimensionierter Netzanschluss, aber die verfügbaren Dachflächen decken den Verbrauch bei weitem nicht. Einige Dächer sind wegen der Dachlast nicht geeignet. Die klassische Lösung: so viel PV wie eben geht, den Rest vom Netz.
Aber da ist noch der Parkplatz. Der Solar Port verdoppelt die installierbare PV-Leistung. Der starke Netzanschluss erlaubt den Einsatz grosser Speicher.
Das System rechnet sich, die Einzellösung nicht.
Was passiert, wenn du integriert denkst ist eigentlich kein gut gehütetes Geheimnis der Branche mehr. Dünner wird die Luft, wenn es darum geht, Flächen intelligent doppelt zu nutzen und Geschäftsmodelle mit Speichern zu verbinden.
Die ganze Branche hat das erkannt und plappert es oberflächlich im Gleichton wie Papageie auf jeder Konferenz und in jedem LinkedIn Bingo Post nach. Besonders amüsant: Einige bezahlen sogar dafür, auf der Bühne bei Tagungen das erzählen dürfen, was jeder im Publikum schon hundertmal gehört hat.
Grüsse an dein Marketing. Lass uns sprechen, wenn du bei deiner eigentlichen Zielgruppe relevant werden willst. 😉
Solar auf dem Dach oder dem Parkplatz ist der richtige erste Gedanke. Lokale Produktion, reduzierte Bezugskosten, sichtbares Signal nach aussen.
Ein Solar Port aus Holz überdacht den Parkplatz und schützt Fahrzeuge und Menschen vor Sonne, Regen, Hagel und Schnee. Für eine touristische Gemeinde mit grossem Parkplatz ist das ein Besuchermagnet. Für ein Unternehmen ist es ein sichtbares Signal an Mitarbeitende, Kunden und Partner. Die Immobilie gewinnt doppelt an Wert.
Aber: Der Mittagsstrom geht ins Netz, abends und bei schlechtem Wetter kaufst du teuer zurück und die Abhängigkeit bleibt. Diese Rechnung geht heute nicht mehr auf, weil der Eigenverbrauch der grosse Hebel zur Wirtschaftlichkeit einer Anlage ist.
Die Zahl: Beim Solar Port willst du mindestens zwei Drittel Eigenverbrauch erreichen für ein wirtschaftliches Projekt. Speicher und intelligente Ladeinfrastruktur können einen wesentlichen Beitrag leisten. Denn: Selbst bei meinem kleinen Balkonkraftwerk mit zwei Modulen verschenke ich im Sommerhalbjahr ohne Speicher gut die Hälfte ins Netz.
Ein Batteriespeicher ist eine Zeitmaschine. Er überbrückt Differenzen zwischen Produktion und Verbrauch für ein paar Stunden. Strom vom Mittag wird am Abend verbraucht.
«Lokal erzeugter Strom wird erst durch die Elektrifizierung der Verbraucher und den Einsatz von Batteriespeichern richtig attraktiv.» Sandro Schlatter, Experte für Batteriespeicher und deren Geschäftsmodelle.
Was du jetzt gewinnst: Höherer Eigenverbrauch, weniger Netzbezug zu teuren Zeiten und der Speicher kann noch deutlich mehr.
Die Zahl: Peak Shaving als Beispiel. Der Leistungspreis liegt bei rund 15 CHF pro kW und Monat. Ist die Durchschnittslast 100kW und die Lastspitze beim Maschinenstart bei 250 kW und du bringst diese Spitze dank Speicher auf 100 kW, sparst du 2'250 CHF pro Monat (150 kW x 15 CHF). Allein durch Peak Shaving. Das sind 27'000 CHF pro Jahr, die die Anlage schneller amortisieren als jede Einspeisevergütung es je getan hätte.
Noch deutlicher wird es im Umfeld von Ladeinfrastruktur. Kommen DC-Lader ins Spiel, fallen sehr hohe Spitzenlasten an. Hier lassen sich einmalige Netzanschlusskosten (kleinerer Anschluss notwendig) sowie wiederkehrende Leistungspreise reduzieren. Allerdings Vorsicht: Auch hier gibt es Limiten. Erste hoch frequentierte Ladestandorte entlang der Autobahn A1 liefern Nachmittags langsamere Ladegeschwindigkeiten als noch am Morgen, weil die Batterien entladen sind und nicht schnell genug geladen werden können.
Eine Batterie, verbunden mit Ladeinfrastruktur und PV-Anlage können mehrere Rollen gleichzeitig spielen. Wer eine Batterie kauft und nur den Eigenverbrauch optimiert, lässt die Hälfte des Wertes auf dem Tisch. Das ist kein Geheimnis mehr, aber die meisten Projekte werden trotzdem noch so verkauft. Ein Geschäftsmodell, eine Revenue-Linie. Sandro Schlatter nennt das treffend: "You're not building a business case. You're building a casino chip."
Der Unterschied liegt im Stacking, der Kombination. Eigenverbrauch, Peak Shaving, Arbitrage, Systemdienstleistungen, Abschaltvergütung. Jede Schicht macht die Anlage wirtschaftlicher. Zusammen verändern sie die Rechnung fundamental.
Und der physische Stack, den die meisten vergessen: Der ungenutzte Raum oberhalb der BESS-Container. Die Solarüberdachung auf der Holzunterkonstruktion verschattet die Batterien. Weniger Temperaturschwankungen, längere Lebensdauer, weniger Degradation. Solar oben, Speicher und Parkplätze darunter. Fläche doppelt genutzt.
Eigenverbrauchsoptimierung: Selbst produzierten Strom dann nutzen, wenn er gebraucht wird und nicht, wenn er produziert wird. Der einfachste und direkteste Hebel, um die Energiekosten zu senken.
Peak Shaving: Bei Lastspitzen Energie aus der Batterie entnehmen statt vom Netz. Das reduziert maximale Leistung, die du beziehst und damit die Netzkosten. Für Industrie und Gewerbe mit leistungsabhängigen Netzgebühren ein erheblicher Hebel. Oft unterschätzt, weil er auf der Kostenseite unsichtbar ist, bis man ihn berechnet.
Arbitrage: Batterie laden, wenn der Strompreis tief ist und entladen, wenn er hoch ist. Die Batterie wird zum aktiven Handelsinstrument. Als positiver Nebeneffekt stabilisiert das die Strompreise.
Systemdienstleistungen: Batterien können Regelenergie für das Stromnetz bereitstellen. Sie stabilisieren das Netz und generieren zusätzliche Erlöse. Der Netzbetreiber zahlt für die Flexibilität, der Betreiber stellt sie bereit.
Abschaltvergütung: Bei Überproduktion im Netz müssen Anlagen manchmal kurz abgeschaltet werden. Wer seine Anlage dafür zur Verfügung stellt, wird für die entgangene Produktion durch die kurzzeitige Abschaltung entschädigt. Sandro Schopfer und Fabian Gloor machen genau das für Anlagenbetreiber in der Schweiz zugänglich. Was früher nur für grosse Akteure möglich war, ist heute auch für Gewerbe und Gemeinden ein realistisches Zusatz-Geschäftsmodell. Der Betreiber tut nichts, die Anlage wird kurz abgeschaltet, die entgangene Produktion wird vergütet. Perspektivisch werden die obersten 30% Solarproduktion gekappt werden, was sich unter dem Strich positiv auf den Ausbaubedarf des teuren Versorgungsnetzes auswirkt und finanziell nur zu sehr kleinen Einbussen beim Produzenten führt.
Eine Anlage wird durch die Kombination dieser Geschäftsmodelle wirtschaftlich und gesellschaftlich deutlich attraktiver.
Empfehlung: Wer mit einem Profi arbeitet, zahlt den Betrieb aus den Einsparungen. Die Anlage optimiert sich selbst, du fokussierst aufs Kerngeschäft und beteiligst dich an Umsätzen und Einsparungen.
Jetzt wird der selbst produzierte Strom wirklich genutzt. Jedes Fahrzeug, das mit eigenem Strom lädt ist weniger Benzin und mehr Kilowattstunden Eigenstrom. Für Gemeinden ist es der Besuchermagnet. Für Unternehmen die Flotte und Mitarbeiter.
Ladeinfrastruktur ist nur der Anfang der Elektrifizierung. Auch die Heizung: Eine Wärmepumpe, die mit selbst produziertem Strom läuft, erhöht den Eigenverbrauch und macht das Heizsystem unabhängig von Gas und Öl.
Und: Intelligente Steuerung verschiebt flexible Verbraucher in die Stunden, wo Solar produziert und Strom günstig ist. Wann läuft welche Maschine? Wann laden die Autos? Wann wird geheizt? Das reduziert Energiekosten ohne einen zusätzlichen Franken Investition.
Die Zahl: Bei 200 Parkplätzen in einem touristischen Ort und 5% ladenden Fahrzeugen (10 Ladepunkte à 11 kW AC) sind das 110 kW Ladelast über mehrere Stunden. Bei einer Solar Port Anlage mit rund 800 kWp installierter Leistung entspricht das etwa einem Achtel der erzeugten Energie während der schönen Sonnenstunden. Rechnen wir mit 4 Stunden: rund 440 kWh Eigenverbrauch pro schönem Tag, der sonst ins Netz geflossen wäre. Und die Touristen profitieren von einem attraktiven Ladeangebot. Win-Win.
Ich würde als Gemeinde nicht unterschätzen, was das für nachgelagerte Effekte haben kann. Aber nur, wenn die Preise stimmen. Menschen werden durch die Ladeinfrastruktur auf das Ausflugsziel aufmerksam oder kommen wieder. AC laden für 40 Rp. / kWh oder weniger? No-Brainer für Bürger, die in der Überbauung nicht laden können. Denn wer inklusive Investition rechnet, merkt, dass das günstiger ist als Ladeinfrastruktur in der Überbauung. Sie steigen so auf E-Autos um, auch wenn sie zu Hause nicht laden können.
Im Winter wenig Sonne, nachts gar keine. Batterien überbrücken Stunden, nicht Jahreszeiten. Seit wann ist das aber dein Problem? Genau hier kommt bei der Gesamtbetrachtung unserer Versorgung Wind ins Spiel.

Wind produziert dann besonders viel, wenn Solar schwach ist: nachts und im Winterhalbjahr. In der Schweiz erzeugen Windanlagen rund zwei Drittel ihrer Jahresenergie im Winter. Genau dann, wenn wir am meisten brauchen und Solar am wenigsten liefert. Die Kombination ergibt eine deutlich gleichmässigere Jahresproduktion als einzeln.
In der Schweiz kämpft Windenergie zu Unrecht mit Akzeptanzproblemen. Es geht uns einfach zu gut und alle wollen den 5er und das Weggli. Dabei sind die Ausbauziele ambitioniert und es ist deutlich mehr Wachstum notwendig als bei Solar. Die Lücke zwischen Ziel und Realität ist gross. Und der Schlüssel liegt in der Psychologie, nicht Technologie.
Martina Nigg und Georg Persigehl von Windenergie Schweiz setzen genau hier an: Bürgerwindparks, die lokal produzieren, lokal verbrauchen und lokal Rendite lassen. Die Bürger werden zu Eigentümern statt zu Konsumenten. "Wir wollen, dass die Menschen davon erfahren". Nicht zuletzt, weil die Kombination aus Wind und Solar die Versorgungssicherheit fundamental verändert.
Mehr zum Bürgerwindpark-Modell →
Baust du nur eine Anlage, läufst du Gefahr, bald deinen überschüssigen Strom zu Spitzenzeiten nicht nur zu verschenken, sondern bald auch noch dafür zu zahlen. Negative Strompreise sind in Europa bereits Realität. Die Schweiz folgt.
Stell dir vor: Du hast eine Solaranlage gebaut, bist stolz darauf und bekommst am Ende des Monats eine Rechnung für den Strom, den du selbst produziert und ins Netz eingespeist hast. Klingt absurd? Die Schweiz ist zwar träge, doch das wird kommen.
Zudem entgehen dir wertvolle zusätzliche Einnahmen und Kosteneinsparungen. Vergiss die Komplexität der Geschäftsmodelle. Wer mit einem Profi arbeitet, zahlt den Betrieb aus den Einsparungen. Die Anlage optimiert sich selbst, du fokussierst aufs Kerngeschäft und beteiligst dich an Umsätzen und Einsparungen.
Der Strom wird nicht günstiger, die Netzgebühren steigen. Und deine Mitbewerber, die heute integriert bauen, haben morgen einen Wettbewerbsvorteil. Ein Standort mit Solar, Speicher, Laden und Wind ist der Schlüssel zu Unabhängigkeit und Wohlstand. Wer heute anfängt, baut den Vorsprung auf. Wer wartet, holt auf zu immer höheren Kosten.
Energie ist das Geld der Zukunft und du hast die Geldpresse in der Hand.
Ich begleite Gemeinden und Unternehmen dabei, aus Parkplätzen eine integrierte erneuerbare Versorgung zu machen. Von der ersten Analyse über die Projektentwicklung bis zur Umsetzung. Mit einem Netzwerk aus Spezialisten für Finanzierung, Speicher, Ladeinfrastruktur, Solar und Wind.
Der Solar Port ist der sichtbare Anfang dieser Reise.
Mehr zum Solar Port: schneider-solutions.ch/de/solar