
Wir rechnen mit Solar Port und elektrischem 911er nach.
Klassischer Sportwagen: einmal elektrisch, einmal Original. Wie weit fährt der elektrische 911er mit dem Strom, den ein einziger überdachter Parkplatz produziert? Und: Wie viele Badewannen Benzin sparen wir jedes Jahr ein?
Die Ausgangslage: Ein Parkplatz in der Schweizer Sonne
Ein einzelnes Parkfeld. 2,5 Meter breit. Überdacht mit einem Solar Carport aus Holz. Die Solarmodule auf dem Dach produzieren unter Schweizer Bedingungen rund 4'400 kWh pro Jahr.
Das klingt abstrakt. Also machen wir es konkret.
Der elektrische 911er, ein Porsche 964, umgebaut von Leiser Electric, braucht mit Ladeverlusten rund 18 kWh auf 100 Kilometer. Mit 4'400 kWh kommt er damit auf rund 24'500 Kilometer pro Jahr.
Von einem einzigen Parkplatz.
Was das in Benzin bedeutet
Der Verbrenner-911er (964) verbraucht rund 14 Liter auf 100 Kilometer. 24'500 Kilometer bedeuten rund 3'400 Liter Benzin. In eine Badewanne passen grob 180 Liter.
Ein überdachter Parkplatz für den elektrifizierten 911er ersetzt jährlich rund 19 Badewannen voll Benzin.
Importiert. Raffiniert. Verbrannt. Weg.
Die ehrliche Rechnung: Graue Energie und das Öl-System
An dieser Stelle kommt oft der Einwand: Und was ist mit der grauen Energie der Solarmodule?
Die Antwort ist eindeutig. Das Bundesamt für Energie rechnet mit einer sogenannten Energy Payback Time von 1,5 bis 2,2 Jahren für Solarmodule. Danach (Solarmodule halten 25 bis 30 Jahre) ist jede produzierte Kilowattstunde eine positive Bilanz.
Zum Vergleich: Um einen Liter Benzin oder Diesel herzustellen und in deinen Tank zu bringen, werden auf dem Weg vom Förderfeld zur Tankstelle rund 3 bis 3,5 kWh zusätzlicher Energie verbraucht. Für Transport, Pipelines, Raffinerien, Tankstellen.
Übersetzt: Allein mit der Energie für die Herstellung eines Liters Benzin fährt der elektrische 911er, inklusive Ladeverlust, rund 16 bis 20 Kilometer weit. Der Verbrenner-964 schafft mit demselben Liter Benzin im Normverbrauch etwa 7 Kilometer.
Die Bilanz des Fossil-Systems ist damit deutlich schlechter als die der Solarmodule. Und das ohne Kriege, Tankerunglücke und Preisschwankungen einzurechnen.
Der elektrische 911er: Was den Umbau besonders macht
Der 964, der hier als Rechenbeispiel dient, ist kein Gedankenexperiment. Er existiert. Leiser Electric hat ihn gebaut als Teil einer kleinen Serie klassischer Sportwagen, die elektrisch neu gedacht wurden.
Was bei diesem Umbau besonders ist: Die Elektrifizierung verbessert den 911er nicht nur in der Effizienz. Sie macht ihn alltagstauglicher. Klassische Sportwagen dieser Generation sind bekannt für ihren Charakter und berüchtigt für ihre Kompromisse im Alltag. Der elektrische Antrieb mit 225 kW Nennleistung und bis zu 475 kW Spitzenleistung, kombiniert mit einer 58-kWh-Batterie für rund 300 Kilometer Alltagsreichweite, löst viele davon.
Das Gewicht bleibt identisch zum originalen Fahrzeug. Das Fahrwerk wurde modernisiert: ein KW V3 macht einen grossen Unterschied für Komfort und Präzision. Das Interieur ist tierfrei, massgeschneidert. Das Laden: bidirektional, bis zu 150 kW DC.
Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das die Frage von Ferry Porsche beantwortet, der einst sagte: "Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen."
Das Zitat lässt auf Freudensprünge deuten. Nicht auf einen Widerspruch.
Der Solar Port: Was den Carport zum Kraftwerk macht
Der Parkplatz, der den Strom für diesen 911er liefert, ist kein gewöhnlicher Carport. Solar Port kombiniert Holzbau mit integrierter Energietechnik: Solarmodule, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur in einem System.
Warum Holz? Weil es konsequent ist. Erneuerbare Energie auf nicht-erneuerbaren Materialien zu installieren wäre ein Widerspruch. Holz ist schöner, wirtschaftlicher und nachhaltiger als Stahl oder Beton. Das Design nutzt die natürlichen Stärken des Materials: grosse Dachauskragungen für mehr Schutz und mehr Ertrag. Schraubfundamente statt Betonfundamente: kein Beton, keine Versiegelung, rückbaubar.
Die Solarmodule schützen dabei den Holzbau. Unbehandeltes Holz hält mindestens so lange wie die erste Lebensdauer der Module – 25 bis 30 Jahre.
Das System ist modular und skaliert in Schritten von zwei Parkplätzen. Wirtschaftlich stark wird es ab rund 50 Stellplätzen. Für Gewerbe, Gemeinden, Supermärkte und Unternehmen mit grossen Aussenparkplätzen.
Was das für deinen Parkplatz bedeutet
Die Rechnung mit dem 911er ist ein Extrembeispiel. Ein klassischer Sportwagen mit hohem Verbrauch, kombiniert mit einem einzelnen Parkfeld.
Aber die Logik gilt für jeden Standort mit grösserem Aussenparkplatz. Wer 50 Parkfelder überdacht, produziert rund 220'000 kWh pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 50 Schweizer Haushalten oder dem Kraftstoff für eine grosse Fahrzeugflotte.
Der Parkplatz kostet heute. Er könnte Energie liefern, Fahrzeuge schützen, Besucher anziehen und Energiekosten senken.
Die Schweiz hat kein eigenes Erdöl. Jeder Liter wird importiert – meist aus Regionen die Stammgast in der Krisenberichterstattung sind. Ein Solar Port dreht diesen Teufelskreis um. Der Strom kommt vom eigenen Dach. Planbar, unabhängig, ohne Import.
Und der 911er fährt trotzdem. Nur leiser.
Mehr zum Solar Port: schneider-solutions.ch/de/solar
Mehr zum elektrischen 911er: schneider-solutions.ch/de/leiser